Lobo Bethesda Spital Basel

Das Bethesda Spital in Basel ist ein renommiertes Privatspital mit den zwei Kernkompetenzen Bewegungsapparat Medizin und Frauenmedizin. Die Spezialisten arbeiten fachübergreifend und nach ganzheitlichem Ansatz zusammen.

Bis 2015 verwendete das Bethesda Spital die Papierkurve und entschloss sich gegen Ende des Jahres für eine digitale Lösung, der POLYPOINT Krankengeschichte. Zeitgleich zur Einführung wurde die Entscheidung für die mobile Patientendokumentation von POLYPOINT gefällt, welche parallel zur Einführung vom POLYPOINT Entwicklungsteam in einem agilen Prozess mit dem Kunden und dem Projektteam zusammen weiterentwickelt wurde. 

 

Der Wechsel von der Papierkurve zur mobilen
POLYPOINT Patientendokumentation

Nach Einführung der POLYPOINT Krankengeschichte im Bethesda Spital starten wir im Frühjahr 2016 die Einführung unserer neu entwickelten mobilen POLYPOINT Patientendokumentation. Ziel ist es, auf den Pflegestationen und in ausgewählten Bereichen wie Physiotherapie und Sozialdienst die Patientendokumentation auf mobilen Geräten zu ermöglichen.

Nach Sichtung der ersten Prototypen unseres neuen Produktes entscheidet sich unser Kunde dafür, diese Neuentwicklung gemeinsam mit uns einzuführen und parallel dazu, das Produkt weiter zu entwickeln.

Als besondere Herausforderungen empfinde ich, eine neu entwickelte ergonomische Oberfläche für ein Akut-Spital funktionell praxistauglich zu machen und gleichzeitig für das Spital die bisher papierbasierten Prozesse auf die digitale Erfassung um zu stellen.

Die neue Oberfläche ermöglicht Medikation, Verordnungen, Massnahmen und interprofessionelle Verläufe mobil über das Tablet zu dokumentieren. Daneben stehen dieselben Funktionen integriert in der POLYPOINT Krankengeschichte auf stationären Arbeitsplätzen zur Verfügung.

 

Das Kernteam

Seitens des Bethesda Spitals steht uns Joachim Suter als kompetenter Projektleiter zur Verfügung. Bei der POLYPOINT AG wird das Projekt vom Entwicklungsteam unter der Leitung von Sascha Bur intensiv unterstützt. Ich selber koordiniere die Aktivitäten aus Sicht der POLYPOINT AG. Für das praxisnahe Feedback der Anwenderseite ziehen wir ein Team von Pflegekräften, Ärzten und Physiotherapeuten hinzu. Um bei der Einführung möglichst schnell zu sichtbaren Fortschritten zu kommen, haben die Projektpartner eine agile Produktentwicklung vereinbart. Hiermit soll ein langer Entwicklungsvorlauf vermieden werden und die Anforderungen aus der Verwendung in der Praxis zeitnah in die Entwicklung einfliessen.

 

Von der Entwicklung auf die Station

Die Einführung einer digitalen Patientenkurve bedeutet die bisherigen Papierprozesse zu überdenken und auf den digitalen Prozess anzupassen. Beim Bethesda Spital  kam durch die parallele Weiterentwicklung hinzu, die entwickelten Funktionalitäten im realen Betrieb zu testen und in Details nach zu justieren. Insbesondere im Bereich der Medikation sollen Verordnungsprozesse sicher und möglichst einfach sein. In umfangreichen Funktionstests und einer Pilotierungsphase können wir in der Weiterentwicklung direkt von den praktischen Erfahrungen der Anwender profitieren und andererseits flexibel auf den Kunden eingehen. Die Rückmeldungen und weiterentwickelten Features werden in vierzehntäglichen Sprints überwacht.

Ziel ist dabei immer die Funktionalitäten zu einem Standard für alle unserer Spitalkunden auszureifen. Die erste Testphase eines ersten Release startet im Frühjahr 2016. Im Mai 2017 erfolgt die Pilotierung auf einer Probestation und im Juni 2017 das Go Live auf allen Pflegestationen und Bereichen des Sozialdienstes und der Ernährungsberatung.

 

Die Umstellung

Während der Umstellung fallen die positiven Rückmeldungen der Anwender auf. Der Schulungsbedarf kann in geringem Rahmen gehalten werden, da die Benutzer die Anwendung der Standardfunktionen durchgehend sehr schnell annehmen. Davon profitierten natürlich sowohl die Benutzer wie auch wir im Projektteam.

Obwohl die Digitalisierung für die Anwender eine grosse Umstellung bedeutet – einmal den Schritt gemacht, will niemand mehr zur Papierkurve zurück wechseln. Im Gegenteil: Erweiterte Detailfunktionen im Bereich Zu- und Ableitungen und Infusionen werden bald eingefordert.

 

Aufgefallen: Mobilität als markanter Vorteil

Ein besonderes Merkmal unserer mobilen Kurve ist, dass sie geräteunabhängig funktioniert. Dies kommt den Anforderungen des Bethesda Spitals entgegen. Sie wünschen sich mobile Einsatzmöglichkeiten auf Tablets und PC-Visitenwagen sowie den klassischen Desktop-Einsatz.

Vor allem die Mitarbeitenden aus den Bereichen mit Querschnittsfunktion wie Ernährungsberatung, Painservice, Breast Care und dem Sozialdienst nutzen den mobilen Einsatz über die Tablets. Im Pflegebereich testen zurzeit Ärzte und Pflegekräfte auf zwei Pilotstationen den Einsatz der Kurve über die Tablets. Die Möglichkeit des mobilen Arbeitens wird mir aber allgemein als sehr positives Merkmal zurückgespiegelt.

Die Erfassung von Verordnungen und Verabreichungen wie auch das Medikamente richten wird mir als ergonomisch in der Anwendung geschildert. Diese Funktionen, wie auch neue Features wie Diskurs und interprofessionelle Verlaufsinformation werden intensiv genutzt.

Nachdem wir mit dem Bethesda Spital die POLYPOINT Krankengeschichte mit Arztbriefschreibung und die neue mobile POLYPOINT Patientendokumentation eingeführt haben, sind einige wesentliche Meilensteine im Projekt erreicht. Die nächsten geplanten Meilensteine wollen wir gemeinsam in 2018 erfolgreich abschliessen.

 

Ausblick

Der Herbstrelease 2017 wird für die mobile POLYPOINT Patientendokumentation erweiterte Funktionen in der Medikation bieten. Für das Jahr 2018 bauen wir die mobile Patientendokumentation für die Physiotherapie aus und integrieren die Anbindung der externen Belegärzte via HIN. Weiter findet ein funktioneller Ausbau der mobilen Pflegeprozessdokumentation, mit dem Ziel die Papierdokumentation auf der Station vollständig abzulösen, statt.

Auch für die Entwicklung haben wir weitere Inputs: Nahtlose Integration ins Universalarchiv Archiv, KG Elemente insbesondere Diagnosenliste und Allergien, Risiken, Noxen mit Verknüpfung zur Kurve sowie Leistungsschnittstellen  

 

Danke

An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei allen Beteiligten des Bethesda Spitals für die kooperative und lösungsorientierte Zusammenarbeit. Wir schätzen die wertvollen Inputs für die Weiterentwicklung unseres Produkts und empfinden den direkten, praktischen Austausch als wertvollen Mehrwert.

 

Haben Sie Fragen zum Projekt? Dann wenden Sie sich gerne an Gisela Trettin – Projektleiterin
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